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Sonntag, 22. Mai 2022

Faktencheck22: dpa setzt erfolgreiche Initiative fort und bildet Faktencheck-Teams regionaler Medien aus / Kooperation mit APA und Keystone-SDA

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Berlin (ots) –

Das erste Jahr war ein voller Erfolg: Fast 500 Journalistinnen und Journalisten haben an den Faktencheck-Workshops der dpa teilgenommen, mehr als 2.000 nutzen die Lernplattform dpa-factify. Außerdem treffen sich etwa 600 Expertinnen und Experten regelmäßig beim Faktencheck-Club auf Slack. Jetzt geht die dpa ins zweite Jahr und weitet die Aktivitäten gemeinsam mit der APA – Austria Presse Agentur in Österreich und mit Keystone-SDA in der Schweiz aus. Faktencheck22 wird unterstützt von der Google News Initiative.

Der russische Angriff auf die Ukraine, die Corona-Pandemie, das Leugnen des Klimawandels sowie eine in weiten Teilen aufgeheizte gesellschaftliche Stimmung tragen dazu bei, dass Desinformation und Propaganda heute viele Bürgerinnen und Bürger verunsichern. Das gilt genauso auf regionaler Ebene, wo den dortigen Verlagen und Medienunternehmen die entscheidende Aufgabe zukommt, Gerüchte und Falschbehauptungen zu entlarven. Hier setzt die dpa an. Das Projekt Faktencheck21 hat mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus rund 100 Redaktionen bereits viel bewegen können. Faktencheck22 setzt die erfolgreiche Arbeit in Kooperation mit der APA – Austria Presse Agentur und mit Keystone-SDA fort und konzentriert sich weiterhin auf die Aus- und Weiterbildung lokaler Faktencheck-Teams.

„Im ersten Projektjahr haben wir gemeinsam mit den teilnehmenden Medienhäusern viel erreicht: So ist Anzahl der Factchecking-Teams in Deutschland insgesamt gewachsen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben ihre Erfahrungen vielfach an die eigenen Newsrooms weiter“, sagt dpa-Chefredakteur Sven Gösmann. „Insgesamt hat die erfolgreiche Initiative dazu beigetragen, dass die deutschen Medienhäuser sich enger vernetzt haben und so langfristig und effektiv an der Identifizierung von Falschinformationen arbeiten können. Wir freuen uns, dass wir dieses wichtige Projekt nun mit der Google News Initiative und mit unseren Partnern in Österreich und in der Schweiz fortsetzen“, so Sven Gösmann weiter.

„Die APA hat im Dezember 2021 begonnen, gemeinsam mit der dpa spezifisches Know-how und gezielte Vernetzung gegen Fake News für österreichische Medienhäuser anzubieten. Im Rahmen dieser Faktencheck-Workshops konnten bereits rund hundert Journalistinnen und Journalisten im Bereich Digitale Recherche fortgebildet werden. Die internationale Vernetzung ist dabei ein wesentlicher Schritt, um dem Phänomen Fake News gemeinsam mit den besten Expertinnen und Experten der Welt sowie über länder- und medienübergreifenden Know-how-Austausch begegnen zu können. Umso mehr freuen wir uns auf die Fortsetzung dieser wichtigen Initiative“, so APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger.

„Im Zeitalter der Desinformation ist das Echo auf solche Schulungen enorm. Die Initiative zur digitalen Verifikation wurden in enger Zusammenarbeit mit dpa diesen Frühling auch für Medien in der Schweiz lanciert. Der Erfolg hat überrascht und uns gleichzeitig vor Augen geführt, wie groß der Bedarf an Glaubwürdigkeit ist – nicht nur von den Medien selbst, sondern auch von den Leserinnen und Lesern“, sagt Jann Jenatsch, COO von Keystone-SDA. „Aufgrund der hohen Nachfrage werden wir Faktencheck22 im Herbst erneut anbieten. Daraus entstehen – nicht nur im deutschsprachigen Raum – ein Netzwerk und eine Community, die gemeinsam wirklich etwas gegen Fake News auszurichten vermögen. Das stimmt optimistisch!“

„Wir freuen uns, dass die dpa auch in 2022 wieder Faktencheck-Trainings mit Unterstützung der Google News Initiative anbietet. dpa und Google haben das Projekt im Vorjahr ins Leben gerufen, um Redaktionen bei der professionellen Überprüfung von Informationen zu unterstützen. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, dass aktuelle, relevante und zuverlässige Informationen – auch in den Google Angeboten – breit zugänglich sind“, sagt Gerrit Rabenstein, Leiter News Partnerships und Google News Initiative in der DACH-Region.

Die Initiative Faktencheck22 besteht aus den drei Modulen Trainings, Lernplattform und Community:

1. Neue Faktencheck-Trainings für Journalistinnen und Journalisten. Zweitägige Intensivtrainings oder vertiefende Veranstaltungen von 90 oder 120 Minuten Länge zu unterschiedlichen Themen (Zum Beispiel „Internet Archive“, „Recherche auf Telegram“ oder „Arbeiten mit ClaimReview“)

2. Bereitstellung und redaktionelle Führung der Lernplattform dpa-factify.com für Faktencheck-Profis (mit Basis-Wissen, Erklärvideos, Praxis-Beispielen und Werkzeugkasten aus Tools und Add-ons.)

3. Fortführung, Pflege und Moderation einer Faktencheck-Community auf Slack

Die dpa beschäftigt als größte deutsche Nachrichtenagentur eines der erfolgreichsten Faktencheck-Teams in Europa und ist auf zahlreichen Social-Media-Plattformen aktiv. Die Zertifizierung des IFCN (International Fact Checking Network) unterstreicht die Expertise und die Unabhängigkeit der Faktencheckerinnen und Faktenchecker, die mittlerweile in sechs europäischen Ländern publizieren: Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburg. Die Google News Initiative ermöglicht das Projekt Faktencheck22 und unterstützt damit die Arbeit unabhängiger Medien für eine funktionierende Gesellschaft und die Demokratie.

Über dpa:

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Als international tätige Agentur berichtet dpa in sieben Sprachen. Rund 1000 Journalistinnen und Journalisten arbeiten von etwa 150 Standorten im In- und Ausland aus. Gesellschafter der dpa sind 174 deutsche Medienunternehmen. Die dpa-Redaktion arbeitet nach den im dpa-Statut festgelegten Grundsätzen: unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Die Zentralredaktion unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die Geschäftsführung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist David Brandstätter (Main-Post GmbH, Würzburg).

Pressekontakt:
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Jens Petersen
Leiter Konzernkommunikation
Telefon: +49 40 4113 32843
E-Mail: pressestelle@dpa.com
Original-Content von: dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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