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Samstag, 13. Juli 2024

fair@school: Preis für Vielfalt und gegen Diskriminierung geht an drei Schulprojekte / Schulen aus Baden-Württemberg und NRW ausgezeichnet / Ehrenpreis für „Trialog“-Projekt zum Nahostkonflikt

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Berlin (ots) –

Beim diesjährigen Wettbewerb fair@school – Schulen gegen Diskriminierung gab es so viele Einsendungen wir noch nie: Unter der Rekordzahl von 280 Einsendungen hat eine Fachjury drei Preisträger und einen Ehren-Preisträger des von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und dem Cornelsen-Verlag gemeinsam ausgelobten Wettbewerbs gekürt. Grundlage der Auswahl war eine Sichtung des Zentrums für Bildungsintegration (ZBI) der Stiftung Universität Hildesheim. Bei fair@school werden schulische Vorbilder im Einsatz für Fairness, Respekt und Gleichbehandlung ausgezeichnet. Sie sollen damit auch andere Schulen motivieren, sich für mehr Vielfalt und gegen Diskriminierung einzusetzen. Seit dem Start des Wettbewerbs haben sich mittlerweile bundesweit mehr als 750 Schulen beteiligt.

„Kinder und Jugendliche interessieren sich heute viel mehr für Themen wie Vielfalt, Rassismus und Diskriminierung. Gerade heutzutage, in der Hassrede auf den sozialen Medien immer dominanter wird, zeigt unser Schulwettbewerb Vorbilder für Fairness und Respekt. Keine Schule ist völlig frei von Diskriminierung oder Rassismus“, sagte die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman. Es komme darauf an, sich für ein respektvolles, faires Miteinander zu engagieren. „Antidiskriminierung und Respekt müssen Schule machen – überall in Deutschland“, sagte Ataman.

„Wir brauchen Vorbilder, die sich stark machen für Vielfalt, für gleiche Chancen, für Toleranz und Respekt“, sagte Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content des Cornelsen Verlags. „Genau deshalb haben wir diesen Wettbewerb gegründet. Wir wollen engagierten Schulen eine Bühne geben.“

„Im Namen der Kultusministerkonferenz (KMK) danke ich allen Teilnehmenden und Verantwortlichen dafür, dass sie gemeinsam diese wichtige Arbeit für mehr Mitmenschlichkeit und gegenseitigen Respekt an unseren Schulen leisten. Dass sie Flagge zeigen für sich selbst, die Mitschülerinnen und Mitschüler, die Schule und letztlich für uns alle. Es freut mich ungemein, dass auch dieses Jahr fair@school so erfolgreich gewesen ist und ich möchte alle Interessierten dazu motivieren, einen mutigen Schritt zu machen, an fair@school teilzunehmen und dadurch Teil von etwas ganz Großem zu werden“, sagte die saarländische Ministerin für Bildung und Kultur und KMK-Vorsitzende, Christine Streichert-Clivot.

Die drei Hauptpreise gingen auf einer Gala-Veranstaltung am Dienstagabend in Berlin an folgende Schulprojekte:

„Die Bunten Uschis“ des St. Ursula Gymnasiums Freiburg(Baden-Württemberg) sind eine Arbeitsgruppe bestehend aus Schüler*innen der neunten bis zwölften Klasse und Ehemaligen des Mädchen-Gymnasiums, die sich einmal wöchentlich gemeinsam mit zwei Lehrkräften trifft, um über queere Themen zu sprechen, Aktionen zu planen und durchzuführen. Ziel ist es, für mehr queere Sichtbarkeit an Schulen zu kämpfen und Schulen inklusiver zu gestalten

„Wir hören euch zu!“ an der Friedrich-Albert-Lange Gesamtschule in Solingen (Nordrhein-Westfalen) legt seinen Fokus auf Rassismus, aber auch auf die Themen Behinderung/ Inklusion und engagiert sich sichtbar für Vielfalt, Antidiskriminierung und Chancengerechtigkeit. Es widmet sich dem Kampf gegen Mobbing und Diskriminierung. Schüler*innen der 8., 9. und 10. Jahrgänge, die sich intensiv über Rassismus informiert haben, treten als Multiplikatoren auf.

„Rassismussensible Schule“ an der Weiherberg-Werkrealschule und Grundschule in Pforzheim (Baden-Württemberg) bietet Fortbildungen für Lehrkräfte, Workshops und diskriminierungssensibles Unterrichtsmaterial an und sensibilisiert für Vielfalt und religiöse Toleranz – beispielsweise mit Fotoprojekten, Gedenkabenden oder Plakatwänden.

Erstmalig wurde ein Ehrenpreis an eine Initiative und Verein verliehen, die sich in besonderer Weise an Schulen einsetzen. Dieses Jahrging der Ehrenpreis an das Projekt „Trialog“. Das Trialog-Format ist ein multiperspektivisches Gespräch mit Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann und Schüler*innen über den Nahost-Konflikt. Hassoun und Hoffmann sind langjährige politischen Bildner*innen mit palästinensischen und israelischen Wurzeln. Durch ihre persönlichen Bezüge wollen sie den Blick auf Israel und Palästina erweitern helfen. Der Trialog wird ab der 8. Klasse angeboten.

Alle Preise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und andere Projektbeteiligte wurden am Dienstagabend in Berlin bei einer festlichen Preisverleihung gewürdigt.

Mehr Infos zum Wettbewerb unter www.fair-at-school.de.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist 2006 mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen oder antisemitischen Gründen, wegen des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Die ADS hat den gesetzlichen Auftrag, von Diskriminierung betroffene Menschen zu beraten, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema zu betreiben und Benachteiligungen entgegenzuwirken. Seit 2022 wird die Leitung der ADS als Unabhängige Bundesbeauftrage für Antidiskriminierung vom Deutschen Bundestag gewählt.

Der Cornelsen Verlag zählt zu den führenden Anbietern für Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Mit gedruckten und digitalen Medien sorgt er dafür, dass guter Unterricht gelingt und Lernende erfolgreich zum Ziel kommen. Das Bildungsunternehmen begleitet Menschen auf allen Etappen ihrer Bildungsbiografie. Dabei ist es sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und achtet darauf, mit seinen Bildungsangeboten gezielt Grundlagen für Offenheit, Respekt und Toleranz zu legen

Pressekontakt:
Irina Groh
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Quelle: ots

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